
Frag ChatGPT, Google AI oder Perplexity einfach mal, wer eine gute Fotografin oder ein guter Fotograf für Businessportraits in deiner Stadt ist.
Taucht dein Name auf? Und wenn ja, wie beschreibt dich die KI?
Was dabei rauskommt, sagt viel über deine KI-Sichtbarkeit aus. Also darüber, ob und wie potenzielle Kund:innen dein Unternehmen in KI-Suchen finden.
Die KI kennt nämlich nicht, was du über dich weißt. Sie kennt nur, was sie findet.
KI-Sichtbarkeit kurz erklärt
Sie beschreibt, ob dein Unternehmen in Antworten von ChatGPT, Perplexity oder Google AI auftaucht.
Und wie du dort beschrieben wirst.
Du testest sie selbst, indem du typische Kundenfragen direkt an eine KI stellst.
Und prüfst, was zurückkommt.
Mein eigener Test
Bis vor Kurzem war die Sache einfach. Jemand braucht eine Businessfotografin, tippt “Fotograf Koblenz” bei Google ein und klickt sich durch die Ergebnisse. Heute stellt derselbe Mensch seine Frage vielleicht gar nicht mehr an Google, sondern direkt an ChatGPT oder Perplexity.
Genau deshalb habe ich vor Kurzem meine eigene Google- und KI-Sichtbarkeit überprüft. Das mache ich regelmäßig, einfach aus Neugier.
Bei meinem eigenen Check hat mich ein Ergebnis überrascht. Bei der Suche nach “Fotograf” landete meine Website auf der zweiten Google-Seite, ganz unten. Ich will nicht unbedingt auf Platz 1. Aber das hat mich getroffen.
Im Nachhinein habe ich verstanden, warum. Ich bin nicht einfach “Fotografin”. Die KI ordnet mich eher als Expertin für Businessfotografie, Personal Branding und Unternehmensfotografie ein. Das war ein guter Perspektivwechsel: Was findet jemand, der meinen Namen noch nicht kennt? Und welches Bild entsteht daraus?
Woran eine KI erkennt, ob dein Unternehmen vertrauenswürdig ist
Von Svetlana Badak, KI-Sichtbarkeits-Expertin, habe ich gelernt, dass die technischen Informationen hinter einem Bild eine größere Rolle spielen, als die meisten denken.
Ein authentisches Foto, das eine Geschichte erzählt, braucht Metadaten, die diese Geschichte belegen:
- Wer ist auf dem Bild zu sehen?
- Wo wurde es aufgenommen?
- Wann wurde es aufgenommen?
- Mit welcher Kamera wurde es aufgenommen?
- Von wem wurde es aufgenommen?
Als Fotografin finde ich das besonders spannend, denn genau damit beschäftige ich mich ohnehin. Wie wirkt jemand? Was soll ein Bild über eine Person oder ein Unternehmen vermitteln? Was soll jemand denken oder fühlen, wenn er das Bild sieht?
Aber diese Geschichte muss eben auch für Suchmaschinen und KI verständlich sein, nicht nur für das menschliche Auge. Genau hier kommt der Alt-Text ins Spiel, die kurze Textbeschreibung hinter einem Bild. Er hilft KI-Systemen dabei, den Inhalt eines Bildes richtig einzuordnen. Wie du Alt-Texte richtig schreibst, erkläre ich hier im Detail.
So testest du deine eigene KI-Sichtbarkeit
Du brauchst dafür kein technisches Wissen. Vier Schritte reichen für den Anfang.
1. Frag die KI direkt nach dir. Öffne ChatGPT, Perplexity oder Google AI und stell eine Frage, die eine potenzielle Kundin stellen würde. Zum Beispiel: “Ich suche eine Fotografin für Businessportraits in Koblenz. Welche Fotograf:innen empfiehlst du und warum?” Taucht dein Name auf? Und stimmt, was die KI über deine Leistungen sagt?
2. Schau über deine eigene Website hinaus. Deine Website ist nur ein Teil des Ganzen. Auch Branchenverzeichnisse, Interviews, Fachartikel oder dein LinkedIn-Profil liefern Informationen über dich, und die sollten zusammenpassen. Bei mir hatte sich im Laufe der Zeit einiges verändert, das nicht mehr überall aktuell war.
3. Prüfe, ob deine Bilder ihre Geschichte auch technisch erzählen. Fehlen Alt-Texte, fehlt Kontext, oder wurden Bilder ohne echte Angaben veröffentlicht. Das betrifft übrigens auch die neue Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Bilder. Was seit August 2026 gilt, steht hier.
4. Aktualisiere, was nicht mehr passt. Lieber weniger Plattformen mit korrekten, aktuellen Angaben als viele mit widersprüchlichen.

Was tun, wenn ChatGPT dich nicht kennt?
Du weißt, was du machst, auch wenn auf deiner Website etwas anderes steht als bei LinkedIn oder im Branchenverzeichnis.
Eine KI weiß das nicht. Sie kennt nur, was sie findet.
Vier Dinge helfen dann konkret weiter: deine Website-Texte schärfen, damit deine Expertise klar benannt ist. Deine Profile auf LinkedIn und in Verzeichnissen aktualisieren. Für einheitliche Angaben über alle Plattformen hinweg sorgen. Und dort präsent sein, wo über dich und dein Thema gesprochen wird, etwa in Fachartikeln oder Interviews.
Genau darüber schreibe ich auch, wenn KI-Bilder gegen echte Fotografie antreten und was passiert ist, als eine KI mir selbst eine andere Fotografin empfohlen hat.
Google bleibt wichtig. Aber Menschen fragen zunehmend direkt die KI. SEO wird dadurch nicht unwichtiger, es wird größer.
Häufige Fragen zum KI-Sichtbarkeits-Check
Nein. Google bleibt die weltweit meistgenutzte Suchmaschine. KI-Chatbots kommen als zusätzlicher Weg dazu, über den dich Menschen finden, bevor sie überhaupt eine klassische Suche starten.
Alle paar Monate reicht, oder immer dann, wenn sich an deinem Angebot oder deiner Positionierung etwas ändert.
Genau das verwirrt eine KI am meisten. Bring deine Angaben auf Website, LinkedIn und in Branchenverzeichnissen auf einen aktuellen, einheitlichen Stand.
Nein. Der erste und wichtigste Schritt ist einfach: Frag eine KI direkt nach dir, wie eine potenzielle Kundin es tun würde.
Frag dich selbst: Was würde eine KI gerade über dich und dein Unternehmen erzählen? Und passt das zu dem, wie du wirklich arbeitest?
Meld dich. Dann schauen wir uns dein Bild gemeinsam an.
🧡 Karina



