
Fast alle, die zum ersten Mal zu mir kommen, sind angespannt. Das ist normal. Und es liegt nicht daran, dass sie keine Lust auf Fotos hätten. Es liegt daran, dass niemand erklärt hat, wie das eigentlich abläuft.
Dieser Artikel ändert das. Ich zeige dir Schritt für Schritt, wie ich arbeite und wie du dich vorbereiten kannst, damit wir gemeinsam Bilder machen, die wirklich zu dir passen.
Schritt 1: Das Vorgespräch
Bevor wir fotografieren, sprechen wir. Entweder besuche ich dich bei dir vor Ort, um die Location zu checken und Details zu klären. Oder wir machen einen Video-Call. Beides funktioniert gut.
Zusätzlich bekommst du von mir ein Vorbereitungsformular. Das klingt bürokratischer als es ist. Es sind Fragen, die dir helfen, dir selbst klar zu werden: Was willst du zeigen? Für wen machst du diese Fotos? Wo werden sie eingesetzt? Je ausführlicher du antwortest, desto besser kann ich das Fotoshooting auf dich zuschneiden. Das Formular kannst du dir hier vorab ansehen.
Das Vorgespräch ist keine Pflicht, die du abhaken musst. Es ist der Moment, in dem wir herausfinden, was entstehen soll.
Schritt 2: Die Garderobe vorbereiten
Kleidung ist mehr als Äußerlichkeit. Sie ist ein Teil deiner Botschaft. Deshalb nehme ich mir dafür Zeit.
Mein wichtigster Tipp zuerst: Zieh etwas an, das du auch deinem Zielkunden gegenüber tragen würdest. Wenn deine Kunden konservative Führungskräfte sind, ist das etwas anderes als wenn du Kreative oder junge Gründer ansprichst. Die Kleidung soll zeigen, wer du bist und wer zu dir kommt.
Hier was konkret funktioniert: einfarbige Outfits in Farben, die zu dir passen. Verschiedene Looks mitbringen, zwei bis drei reichen. Schnitte, in denen du dich wirklich wohlfühlst und die du schon kennst. Keine neuen Sachen kaufen, nur weil du glaubst, du musst. Bei Schmuck gilt: weniger ist mehr. Ein gezielt gewähltes Stück fällt auf, fünf auf einmal nicht mehr.
Wenn du dir unsicher bist, schick mir vorher Fotos. Wir stimmen das gemeinsam ab, bevor du im Studio stehst und dich fragst, ob das wirklich die richtige Wahl war.
Was du noch vermeiden solltest, findest du auch in meinem Artikel: 33 Fehler, die du vor deinem Fotoshooting vermeiden solltest.
Schritt 3: Ankommen und loslegen
Du kommst an. Fast immer mit etwas Anspannung im Gepäck. Das ist gut so, und ich weiß das.
Wir starten nicht sofort. Erst einmal Kaffee oder Wasser, ankommen, kurz durchatmen. Dann schauen wir gemeinsam, was du mitgebracht hast. Garderobe wird durchgegangen, Bildbeispiele werden gesichtet, falls du welche dabei hast. Wir ordnen Outfits, Hintergründe und Accessoires einander zu. Wir besprechen noch einmal: Welche Fotos entstehen in welcher Garderobe? Für welchen Zweck? Welche Botschaft soll jedes Bild tragen?
Wenn wir draußen oder bei dir vor Ort fotografieren, mache ich außerdem eine Locationbegehung. Ich schaue mir das Licht an, suche Perspektiven, plane die Abfolge. Erst dann beginnen wir.
Ich erkläre dir alles, was passiert. Wohin du schaust, wie du dich bewegst, warum wir diesen Hintergrund wählen. Diese Erklärungen nehmen die Angst. Nicht weil ich Psychologin bin, sondern weil Unsicherheit fast immer aus Unwissenheit entsteht. Wenn du weißt, was gleich passiert, kannst du loslassen.
Mein Studio befindet sich in Polch bei Koblenz. Wie es dort aussieht und was dich erwartet, zeige ich dir in diesem Artikel: Fotostudio in der Nähe von Koblenz.
Was du dir merken kannst
Du musst nicht perfekt aussehen. Du musst nicht fotogen sein. Du musst nicht wissen, wie man posiert.
Was du brauchst: ein klares Ziel für deine Bilder, eine Garderobe, in der du du selbst bist, und die Bereitschaft, dich einzulassen. Den Rest machen wir gemeinsam.
Wenn du wissen möchtest, wie das bei mir konkret aussieht und ob es das Richtige für dich ist, dann lass uns das herausfinden.
Dein Briefing: Zielgruppe, Moodboard und die Dinge, die mehr erzählen als du denkst
Im Vorgespräch kläre ich nicht nur, wann und wo wir uns treffen. Ich frage genauer nach: Wer soll diese Fotos sehen? Auf welchen Kanälen laufen sie? LinkedIn braucht andere Bilder als eine Website-Startseite, und ein Pressefoto ist wieder etwas anderes als ein Instagram-Post. Wer das vorher klärt, bekommt am Ende Fotos, die auch wirklich funktionieren.
Wenn du auf die Frage, wie deine Fotos wirken sollen, mit “natürlich” oder “warm” antwortest, ist das ein Anfang, kein Ziel. Deshalb lege ich bei Bedarf eine gemeinsame Pinterest-Galerie an. Du sammelst dort Bilder, die dir gefallen. Nicht um sie zu kopieren, sondern damit wir beide dasselbe Bild vor Augen haben, bevor wir überhaupt anfangen.
Auch die Location ist Teil der Botschaft, nicht nur Kulisse. Bei einer Kundin, systemische Coachin aus Koblenz, haben wir bewusst zwei Orte gewählt: ihren Coachingraum und die Weinberge an der Mosel. Der eine Ort zeigt sie bei der Arbeit, der andere zeigt sie als Mensch dahinter. Zusammen ergibt das ein vollständiges Bild, nicht zwei zufällige Motive.
Requisiten – ein Notizbuch, ein Stift, eine Tasse Tee, Blumen – sind übrigens keine Dekoration. Das sind Erzählelemente. Sie zeigen, was du tust, nicht nur, wie du aussiehst.
Und dann gibt es die Momente, die wir nicht geplant haben. Ein Lachen zwischen zwei Posen. Ein Lichteinfall, der plötzlich passt. Struktur gibt dem Shooting einen Rahmen. Die besten Bilder entstehen trotzdem oft in dem, was innerhalb dieses Rahmens spontan passiert. Wenn ich sage “Probier das kurz so”, steckt Erfahrung aus vielen Shootings dahinter. Vertrauen hilft.
Wann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt?
Die häufigste Aussage, die ich höre: “Ich bin noch nicht so weit.” Meistens bedeutet das nicht, dass es zu früh ist. Es bedeutet, dass die Positionierung noch nicht klar ist. Und genau darüber reden wir im Vorgespräch.
Es gibt trotzdem klare Anlässe, an denen sich ein Fotoshooting wirklich lohnt:
- Du hast dich äußerlich verändert. Andere Frisur, anderes Gewicht, andere Ausstrahlung. Wenn das Foto nicht mehr zu der Person passt, die dann tatsächlich auftaucht, verunsichert das.
- Dein Business hat sich neu ausgerichtet. Neue Leistungen, neue Zielgruppe, neues Angebot. Alte Fotos zeigen dann eine Version von dir, die es nicht mehr gibt.
- Eine neue Website oder ein neuer Auftritt steht an. Der richtige Moment für neue Fotos ist davor, nicht danach.
- Du willst LinkedIn regelmäßig mit echten Bildern bespielen. Ein Fotoshooting gibt dir Material für Monate, nicht nur für ein Profilbild.
- Du baust gerade ein Portfolio auf. Dann brauchst du ein durchdachtes Set, keine zufällig gelungenen Handyfotos.
Wenn du dich in einem dieser Punkte wiedererkennst, ist das dein Zeichen. Und wenn du unsicher bist, ob es “schon Zeit” ist: Das klären wir im Vorgespräch gemeinsam, nicht du allein.
Kleinigkeiten, die viele vergessen
Ein paar Details aus der Praxis, die über die Garderobe-Basics hinausgehen:
- Große Logos und glänzende Stoffe lieber vermeiden. Sie lenken auf Fotos stärker ab, als man beim Anziehen denkt.
- Alles vorher auf Flecken und Falten prüfen. Frisch gebügelt kommt auf dem Bild anders an als frisch aus dem Schrank.
- Vorher etwas essen und ausreichend trinken. Wer hungrig oder dehydriert ins Studio kommt, sieht das auch auf den Fotos.
“Nicht fotogen” gibt es im Übrigen nicht wirklich. Was du meinst, ist wahrscheinlich: Du hattest noch nicht das richtige Licht, die richtige Anleitung oder den richtigen Moment. Genau dafür bin ich da.
Finden wir gemeinsam heraus, welcher Weg zu dir passt.
Entweder besuche ich dich vor Ort, um die Location zu sehen und alle Details zu klären, oder wir telefonieren beziehungsweise machen einen Video-Call. Du bekommst außerdem ein Vorbereitungsformular, das dir hilft, dich und deine Ziele klar zu formulieren. Je genauer du es ausfüllst, desto besser kann ich das Fotoshooting auf dich zuschneiden.
Bring zwei bis drei einfarbige Outfits mit, in denen du dich wirklich wohlfühlst und die du schon kennst. Kleide dich so, wie du auch deinen Zielkunden gegenübertreten würdest. Bei Schmuck gilt: lieber ein gezielt gewähltes Stück als viele auf einmal. Wenn du unsicher bist, schick mir vorher Fotos, dann stimmen wir das gemeinsam ab.
Das ist normal, und ich weiß das. Deshalb starten wir nicht sofort. Wir kommen erst an, schauen uns die Garderobe an, besprechen alles in Ruhe. Ich erkläre dir vor jedem Bild, wohin du schaust und wie du dich bewegst. Diese Erklärungen nehmen die Anspannung, weil du weißt, was passiert.
Mein Studio liegt in Polch bei Koblenz. Ich arbeite aber auch vor Ort bei dir oder an einer Location, die zu dir und deiner Marke passt. Bei Außenterminen mache ich vorab eine Locationbegehung, um Licht und Perspektiven zu prüfen.
Das hängt vom gebuchten Paket ab. Wir planen die Zeit so, dass du nicht hetzen musst. Anlauf, Garderobencheck, Pausen, das alles gehört dazu. Im Kennenlerngespräch klären wir, welches Paket zu dir und deinen Zielen passt.




[…] Personal Branding Fotoshooting: Deine Vorbereitung für echte Markenbilder […]
Sehr interessanter Artikel!
Bei mir steht so ein Shooting auch auf meiner To-Do-Liste.
Danke für die inspirierenden Tipps. Das klingt alles sehr einleuchtend. Vor allem den Aspekt mit den Farben meiner Marke auch mich zu kleiden. Mache ich tatsächlich schon. Bisher allerdings war mir das gar nicht so bewusst 😉
Alles Liebe, Monika
Freut mich sehr, dass ich dich damit inspirieren konnte, liebe Monika. 🤗
Danke für dein Feedback.
🧡 Karina
[…] danach unbedingt meinen Hauptartikel:Vorbereitung auf dein Fotoshooting: Was du wissen solltest (Checkliste & Insider-Tipps)Dort findest du alle Do’s, um perfekt vorbereitet zu […]