
Kein Platz in der Mitte. Und genau den habe ich gebraucht.
Als ich das erste Mal für die Mitarbeiterfotos bei der Seybold Steuerberatung in Straßenhaus stand, stellte ich mir die erste Frage: Wo stelle ich hier eigentlich jemanden hin? Das Gebäude ist rund, jedes Büro geht von der Mitte ab, über zwei Etagen. Und genau in dieser Mitte steht eine große Metallkonstruktion mit einem Wasserfall, die von der untersten bis zur obersten Etage reicht. Kein neutraler Hintergrund, kein “das machen wir einfach in der Mitte”. Für 19 Mitarbeitende an zwei Terminen war das die erste Aufgabe, die gelöst werden musste, bevor überhaupt eine Kamera in die Hand genommen wurde.
Die Kanzlei
Seybold Steuerberatung in Straßenhaus, gegründet und geführt von Prof. Dr. Michaela Seybold, seit 2003 mit eigener Kanzlei. Die Kanzlei ist gut aufgestellt und hat viele Mandant:innen. Und genau deshalb ein Problem, das viele wachsende Unternehmen kennen: Es fehlt nicht an Aufträgen, es fehlt an Menschen, die sie bearbeiten. Auf der Website läuft eine aktive Stellenausschreibung. Genau dafür sollten die neuen Fotos sorgen.
Michaela Seybold kannte meine Arbeit bereits. Vor rund fünf Jahren war sie für Einzelfotos in meinem Studio. Aus diesem einen Termin ist ein Vertrauen entstanden, das drei Jahre später wieder zum Tragen kam: Als die Kanzlei Mitarbeiterfotos brauchte, war ich die erste Anfrage.
Die Aufgabe
Nicht ein Foto. Ein ganzes Bildsystem: Portraits, Arbeitssituationen, Teamfotos, das Gebäude selbst. Das Ziel dahinter war klar, mehr Sichtbarkeit auf der Website, vor allem um neues Personal zu gewinnen. Bilder, die zeigen, wer hier arbeitet und wie es ist, Teil dieses Teams zu sein, tun für die Mitarbeitergewinnung mehr als jede Stellenanzeige allein.
Die Planung
Bevor die erste Kamera überhaupt ausgepackt wurde, bin ich zur Kanzlei gefahren, um mich den Mitarbeitenden persönlich vorzustellen und erste Anweisungen zur Vorbereitung zu geben. Wer weiß, was am Shootingtag passiert, ist entspannter davor und das sieht man später auf den Bildern.
Mit Michaela Seybold habe ich vorab Bildsprache, Atmosphäre, Kleidung und Termine besprochen, dazu die Aufteilung in Einzel- und Gruppenfotos. Weil nie alle 19 Mitarbeitenden gleichzeitig im Haus sein können, haben wir das Shooting auf zwei Termine verteilt: den 13. Mai und den 17. Juni 2026.
Die Herausforderung
Zwei Dinge haben aus diesem Shooting mehr gemacht als einen normalen Firmentermin.
Das erste: das Gebäude selbst. Rund, zwei Etagen, alle Büros gehen von der Mitte ab — und in dieser Mitte steht die Metallkonstruktion mit Wasserfall. Kein freier, neutraler Bereich, wie man ihn sich für Portraits oder Gruppenfotos normalerweise wünscht.
Das zweite: zwei Termine, zwei Wetterlagen, ein Teamfoto. Die Mitarbeitenden, die erst beim zweiten Termin im Juni dazukamen, mussten so eingefügt werden, dass am Ende ein einziges, stimmiges Teamfoto entsteht, nicht zwei Aufnahmen, die aneinandergeklebt wirken.


Die Lösung
Bei der Säule habe ich nicht nach der einen perfekten Fläche gesucht, die es in diesem Gebäude schlicht nicht gibt. Ich habe den Platz genutzt, der da war, teils direkt in den Büros, teils im kleinen Bereich im Flur. Passend gemacht mit dem, was vorhanden ist, statt eine Idealvorstellung zu erzwingen, die am Gebäude vorbeigeht.

Beim Teamfoto half künstliches Licht: Ich habe die Lichtsituation vom ersten Termin beim zweiten so nachgestellt, dass sich die zusätzlichen Mitarbeitenden nahtlos einfügen ließen. Am Ende steht ein Teamfoto, dem man die zwei Termine nicht ansieht, als wäre das ganze Team an einem einzigen Tag zusammengekommen.
Das Shooting
19 Mitarbeitende, zwei Tage, Portraits, Arbeitssituationen, Gruppenfotos, das Gebäude selbst. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir, wie offen das Team war. Am ersten Shootingtag hat die Kanzlei mittags Pizza für alle bestellt — aus einem Fototermin wurde ein kleiner gemeinsamer Tag.

Das Ergebnis






So werden die Bilder eingesetzt
Die Fotos laufen bereits auf der aktuellen Stellenanzeige der Kanzlei, genau dort, wo es am meisten zählt, weil künftige Mitarbeitende hier zum ersten Mal einen Eindruck vom Team bekommen. Der Einsatz auf der Kanzlei-Website selbst ist in Arbeit und folgt in Kürze.

Mein Fazit
Ein Gebäude ohne freie Fläche in der Mitte ist erstmal kein Vorteil. Aber es zwingt dazu, genau hinzuschauen, statt ein Schema zu wiederholen, das woanders funktioniert hat. Was am Ende zählt, ist nicht der ideale Raum. Es ist, ob 19 unterschiedliche Menschen an zwei unterschiedlichen Tagen am Ende wie ein Team aussehen. Genau das war hier die Aufgabe, keine Nebensache.
Du brauchst Bilder für dein Team?
Ob rundes Gebäude oder klassisches Büro, ob 5 oder 50 Mitarbeitende, die Frage ist immer dieselbe: Wie zeigen deine Bilder, wer bei euch arbeitet, bevor jemand ein einziges Wort mit euch gewechselt hat? Lass uns herausfinden, was möglich ist.






