
Ich erlebe es regelmäßig: Ein Mann kommt zum Fototermin, gut vorbereitet, motiviert. Und dann hängt ein Hemd mit Karomuster über der Stuhllehne. Oder er trägt einen Hoody. Manchmal ist er sogar Geschäftsführer.
Ich sage das ohne Wertung. Aber ich sage es klar: Was du vor meiner Kamera trägst, entscheidet darüber, wie du auf den Fotos wirkst. Und die Fotos entscheiden darüber, wie potenzielle Kunden, Bewerber oder Geschäftspartner dich wahrnehmen. Bevor du ein Wort sagst.
Hier sind die Dinge, die ich nach über 1.000 fotografierten Personen immer wieder sehe. Und was wirklich funktioniert.
1. Karo, Streifen, Muster: lieber nicht
Karierte Hemden oder Jacken sehen im echten Leben oft sehr scharf aus. Vor der Kamera passiert etwas anderes: Das Muster beginnt zu flimmern, lenkt vom Gesicht ab und wirkt auf dem Foto unruhig. Das nennt sich Moiré-Effekt. Er ist nicht zu beheben, auch nicht in der Nachbearbeitung.
Mein Rat: Einfarbige Stoffe. Immer. Sie lassen dein Gesicht in den Vordergrund treten. Darum geht es bei Businessfotos.
2. Der Anzug muss passen. Wirklich passen.
Ich sehe es ständig: Die Jacke spannt über den Schultern, der Kragen steht ab, die Ärmel sind zu lang. Ein schlecht sitzender Anzug sieht auf Fotos zehnmal schlechter aus als im Spiegel. Die Kamera hält alles fest, was das Auge im Alltag übersieht.
Was gut funktioniert: Anzug kombiniert mit einem Shirt ohne Krawatte. Das wirkt modern, professionell und gleichzeitig nahbar. Weißes Hemd mit schwarzem Anzug ist eine Möglichkeit. Für Businessfotos wirkt es aber oft zu klassisch und zu kontrastreich. Ich empfehle lieber ein gedecktes Blau, ein warmes Grau oder ein Dunkelgrün als Grundfarbe.
Und wenn der Lieblingsanzug nicht mehr richtig sitzt: Besorg dir vor dem Termin einen Schneider. Es lohnt sich.

3. Trau dich an Farbe
Die meisten Männer kommen in Dunkelblau, Schwarz oder Grau. Das ist sicher. Selten einprägsam.
Farbe ist kein Risiko. Farbe ist Wiedererkennung. Ein tiefes Bordeauxrot, ein sattes Petrol, ein kräftiges Olivgrün. Das sind Farben, die vor meiner Kamera funktionieren und die dich auf LinkedIn aus der Masse herausheben.
Du musst nicht in Orange kommen. Aber du darfst Farbe zeigen. Das ist erlaubt.
4. Die Kapuze macht den Hals kurz
Hoodies sind bequem. Ich verstehe das. Aber eine Kapuze im Nacken verkürzt den Hals optisch. Das ist keine Meinung, das ist Physik. Und ein kurzer Hals wirkt auf Fotos gedrungen, nicht souverän.
Wenn du einen lockeren, modernen Look willst: Ein gut sitzendes Sweatshirt ohne Kapuze, ein Crewneck in einer schönen Farbe oder ein Rollkragenpullover funktionieren wunderbar. Das sieht entspannt aus und trotzdem klar.
5. Bring mehr mit als du denkst
Ich bitte meine Kunden immer: Bring zwei bis drei Outfits mit. Nicht weil ich mir sicher bin, dass du alles brauchst. Du siehst vor Ort, was wirklich funktioniert. Manchmal ist das erste Outfit perfekt. Manchmal wechseln wir und der zweite Look ist der stärkste.
Wichtig dabei: Komm in frisch gereinigter, gebügelter Kleidung. Nicht weil ich pingelig bin. In frischer Kleidung hältst du dich anders. Das sieht man auf Fotos.
Noch ein Tipp, bevor du in den Kleiderschrank schaust
Schlaf gut in der Nacht vorher. Trink in den Tagen davor viel Wasser. Lass dir rechtzeitig die Haare schneiden. Prüfe dabei auch Augenbrauen und Nasenhaare. Wenn du dich rasierst, mach das am Tag vor dem Termin, nicht am Morgen davon: frische Rasuren können Hautrötungen hinterlassen, die die Bearbeitung aufwändiger machen.
Das klingt nach Details. Aber Details entscheiden, ob du auf deinen Fotos so wirkst wie du bist.
Bereit für Businessfotos, die wirklich zu dir passen?
Ich fotografiere Führungskräfte und Unternehmer in meinem Studio in Polch bei Koblenz, deutschlandweit tätig. Vor dem Fototermin sprechen wir in einem kurzen Strategiegespräch darüber, was du brauchst, wo die Fotos eingesetzt werden und was sie auslösen sollen. Damit du nicht nur gut aussiehst. Sondern so wirkst, wie du arbeitest.
Wenn du wissen möchtest, wie ein Fotoshooting bei mir abläuft und was du vorbereiten solltest, findest du alles hier: So bereitest du dich auf dein Fotoshooting vor. Welche Fehler du beim Kleidung wählen und bei der Vorbereitung vermeiden solltest, zeigt dir außerdem dieser Artikel: 33 Fehler, die du vor deinem Fotoshooting vermeiden solltest.
Lass uns herausfinden, was möglich ist.
Einfarbige Kleidung funktioniert am besten. Sie lenkt nicht vom Gesicht ab. Gut bewährt hat sich ein Anzug kombiniert mit einem Shirt ohne Krawatte. Dazu ruhige Farben wie Dunkelblau, tiefes Bordeaux oder Petrol. Weißes Hemd mit schwarzem Anzug wirkt oft zu kontrastreich. Bring zwei bis drei Outfits mit. Vor Ort siehst du, was wirklich funktioniert.
Karierte oder gestreifte Stoffe erzeugen vor der Kamera einen sogenannten Moiré-Effekt: Das Muster beginnt zu flimmern und wirkt auf dem Foto unruhig. Das lässt sich auch in der Nachbearbeitung nicht beheben. Einfarbige Stoffe sind die sichere Wahl. Sie lassen dein Gesicht in den Vordergrund treten.
Ein Hoody mit Kapuze verkürzt den Hals optisch. Das wirkt auf Fotos gedrungen statt souverän. Wenn du einen lockeren Look möchtest, funktioniert ein Crewneck oder ein Rollkragenpullover viel besser. Das sieht entspannt aus und trotzdem klar.
Ich empfehle zwei bis drei Outfits. Nicht weil du alle brauchst. Du siehst vor Ort, welches am besten zu Licht, Location und deiner Stimmung passt. Manchmal ist das erste Outfit perfekt. Manchmal ist der zweite Look der stärkste. Komm in frisch gebügelter Kleidung. Das sieht man auf Fotos.
Schlaf gut in der Nacht vorher und trink in den Tagen davor viel Wasser. Lass dir rechtzeitig die Haare schneiden. Wenn du dich rasierst, mach das am Tag vor dem Termin. Frische Rasuren können Hautrötungen hinterlassen. Und das Wichtigste: Wir sprechen vor dem Fototermin in einem kurzen Strategiegespräch. Damit ich weiß, wo die Bilder eingesetzt werden und was sie auslösen sollen.



