So briefst du deine Fotografin: Was du vor dem Fotoshooting klären solltest

Gute Fotos entstehen nicht zufällig. Karina Schuh zeigt am Beispiel von Anne Buckler, systemischer Coachin, wie ein gutes Briefing für ein Fotoshooting aussieht.

Viele kommen zum ersten Kennenlerngespräch mit einer ungefähren Vorstellung: “Ich brauche Fotos für meine Website.” Mehr nicht. Und das ist ein Problem. Nicht weil die Idee falsch ist, sondern weil wir damit noch nichts anfangen können.

Gute Fotos entstehen nicht einfach so. Sie entstehen, wenn ich weiß, wer du bist, wen du ansprechen willst und wo die Bilder eingesetzt werden. Das ist das Briefing. Und hier zeige ich dir, wie das konkret aussieht, am Beispiel von Anne Buckler, systemische Coachin aus Koblenz.

Deine Vision: Was sollen die Bilder zeigen?

Der erste und wichtigste Schritt ist, dass du dir selbst klar wirst. Nicht ich entscheide, was deine Marke ausmacht. Das bist du. Meine Aufgabe ist es, das sichtbar zu machen.

Im Vorgespräch, das bei mir entweder als persönliches Gespräch oder als Video-Call stattfindet, fange ich an zu fragen: Was machst du? Für wen? Was unterscheidet dich? Wie willst du wirken? Außerdem bekommst du von mir ein Vorbereitungsformular, das dir hilft, diese Fragen in Ruhe zu beantworten. Je genauer du es ausfüllst, desto besser kann ich das Fotoshooting planen.

Karina Schuh bespricht mit Anne Buckler, systemischer Coachin, die Planung des Fotoshootings im Coachingraum in Koblenz.

Das Moodboard: Bilder sagen mehr als Worte

Wenn ich frage “Wie sollen deine Fotos wirken?”, antworten die meisten mit Begriffen wie “natürlich” oder “warm”. Das ist ein Anfang. Aber ein Moodboard ist präziser.

Ich erstelle bei Bedarf eine Pinterest-Galerie, die ich mit dir teile. Dort sammelst du Bilder, die dir gefallen: Farben, Stimmungen, Bildaufbauten. Nicht um sie zu kopieren, sondern um mir zu zeigen, in welche Richtung es geht. Das spart im Fotoshooting viel Zeit und stellt sicher, dass wir beide dasselbe Bild vor Augen haben. Für Inspiration, was alles möglich ist, lohnt sich ein Blick auf die 19 besten Bildideen für deine Marke.

Moodboard für ein Fotoshooting: Farbmuster, Bildausschnitte und Stimmungsbilder als Orientierung für die Bildsprache.

Zielgruppe und Botschaft: Wer soll diese Fotos sehen?

Fotos, die alle ansprechen wollen, sprechen niemanden an. Deshalb frage ich gezielt: Wer ist deine Zielgruppe? Auf welchen Kanälen setzt du die Bilder ein? LinkedIn ist anders als Instagram, anders als eine Website-Startseite, anders als ein Pressefoto. Was Markenfotografie dabei leisten kann, erkläre ich hier: Markenfotografie für dein Business.

Bei Anne war das klar: Ihre Kunden sind Führungskräfte und Menschen in beruflichen Übergangsphasen. Die Fotos sollten Kompetenz und Wärme gleichermaßen zeigen. Das hat die Wahl von Location, Kleidung und Requisiten direkt beeinflusst.

Anne Buckler, systemische Coachin aus Koblenz, sitzt auf der Couch im Coachingraum, schaut freundlich in die Kamera, Stift und Notizbuch in der Hand, Blumen im Vordergrund.

Location: Wo entstehen deine Bilder?

Die Location erzählt genauso viel wie das Gesicht. Bei Anne haben wir zwei sehr unterschiedliche Orte gewählt: ihren Coachingraum und die Weinberge an der Mosel in Koblenz-Güls.

Der Coachingraum zeigt sie bei der Arbeit: am Flipchart, im Gespräch mit einer Klientin, am Schreibtisch. Die Bilder aus den Weinbergen zeigen eine andere Seite: nahbar, geerdet, lebendig. Zusammen ergibt das ein vollständiges Bild der Person hinter der Marke.

Das Fotoshooting kann bei dir vor Ort stattfinden, in meinem Studio in Polch, oder an einer Location, die wir gemeinsam aussuchen. Bist du Coach, kann das ein inspirierender Raum sein. Bist du Speaker, eine Bühne. Bist du Unternehmerin, vielleicht dein Büro oder dein Atelier. Mehr dazu findest du hier: Fotostudio in der Nähe von Koblenz.

Anne Buckler steht in den Weinbergen an der Mosel in Koblenz-Güls, gelbe Jacke, Jeans, schaut direkt in die Kamera.

Kleidung und Requisiten: Deine Botschaft zum Anziehen

Mein einfachster Kleidungstipp: Zieh das an, das du auch deinem Traumkunden gegenüber tragen würdest. Nicht das, was du dir vornimmst zu kaufen. Was du wirklich trägst, wenn es drauf ankommt.

Konkret heißt das: einfarbige Outfits, Schnitte in denen du dich wohlfühlst, Farben die zu dir passen. Zwei bis drei verschiedene Looks reichen. Schmuck lieber weniger als mehr, ein gezielt gewähltes Stück sieht auf Fotos besser aus als fünf auf einmal. Und bitte keine neuen Sachen, die du noch nie getragen hast. Das sieht man.

Requisiten machen Fotos lebendig. Gerade bei Personenmarken. Ein Notizbuch, ein Stift, eine Teetasse, Blumen: Das sind keine Dekoration, das sind Erzählelemente. Anne hat an ihrem Flipchart gearbeitet, mit einer Klientin gesprochen, am Schreibtisch gesessen. Jedes dieser Bilder zeigt etwas anderes über sie.

Anne Buckler zeigt auf ein Flipchart und erklärt etwas, schaut freundlich in die Kamera, Coachingraum Koblenz.
Anne Buckler sitzt entspannt mit Kaffeetasse in der Hand, gelbes Top, Jeans, schaut in die Kamera, Weinberge Koblenz-Güls.

Timing und Licht: Warum der richtige Moment zählt

Beim Fotoshooting mit Anne haben wir den Ablauf so geplant, dass ihre Kinder nicht zuhause waren. Eine zweite Person war nur in einem bestimmten Zeitfenster verfügbar. Im Coachingraum war das kein Problem. Aber für die Außenaufnahmen in den Weinbergen war es gut, dass die Sonne an dem Tag schien, auch wenn es eisig kalt war.

Das zeigt: Timing ist kein Zufall. Wir besprechen vorab alles, was den Tag beeinflusst. Licht, Wetter, andere Personen, Fahrzeiten. Nur so können wir das Beste aus dem Tag herausholen.

Anne Buckler im Gespräch mit einer Klientin, Notizbuch in der Hand, Coachingraum, natürliches Licht.
Anne Buckler am Schreibtisch, gelbe Bluse, schaut freundlich in die Kamera, Blumen, Notizbuch und Kalender auf dem Tisch.

Offen für das, was entsteht

Das Briefing gibt Struktur. Aber die besten Fotos entstehen oft in Momenten, die wir nicht geplant haben. Ein Lachen zwischen zwei Posen. Eine Geste, die einfach stimmt. Ein Lichteinfall, der plötzlich perfekt ist.

Deshalb ist es wichtig, dass du Vorschläge zulässt. Ich bringe Erfahrung aus vielen Fotoshootings mit. Wenn ich sage “Probieren wir das kurz so”, dann steckt dahinter eine Idee. Vertrauen hilft dabei.

Wie du dich konkret auf dein Fotoshooting vorbereitest und was am Tag selbst passiert, liest du hier: So bereitest du dich auf dein Fotoshooting vor. Und welche Fehler du vorher vermeiden solltest: 33 Fehler, die du vor deinem Fotoshooting vermeiden solltest.

Was bei anderen entstanden ist, siehst du in den Referenzen.

Lass uns herausfinden, was möglich ist.

Was gehört in ein gutes Briefing für ein Fotoshooting?

Du brauchst eine klare Vorstellung davon, wer deine Zielgruppe ist, welche Botschaft die Bilder transportieren sollen und wo sie eingesetzt werden. Dazu kommen Entscheidungen zu Location, Kleidung und Requisiten. Ich helfe dir im Vorgespräch, all das zu klären.

Was ist ein Moodboard und wozu brauche ich es?

Ein Moodboard ist eine Sammlung von Bildern, Farben und Stimmungen, die zeigt, in welche Richtung deine Fotos gehen sollen. Ich erstelle bei Bedarf eine gemeinsame Pinterest-Galerie, die wir zusammen befüllen. Das spart im Fotoshooting Zeit und sorgt dafür, dass wir beide dasselbe Bild vor Augen haben.

Kann das Fotoshooting auch bei mir vor Ort stattfinden?

Ja, auf jeden Fall. Viele meiner Fotoshootings finden beim Kunden vor Ort statt, weil das die natürlichste Umgebung für die Bilder ist. Ich komme zu dir, checke die Location vorab und plane den Ablauf entsprechend. Alternativ fotografieren wir in meinem Studio in Polch bei Koblenz.

Was ziehe ich für ein Fotoshooting an?

Zieh das an, das du auch deinem Traumkunden gegenüber tragen würdest. Einfarbig, in Farben die zu dir passen, in Schnitten die du kennst und in denen du dich wohlfühlst. Bring zwei bis drei Outfits mit. Wenn du unsicher bist, schick mir vorher Fotos, dann stimmen wir das gemeinsam ab. Übrigens: Auch wer eine Brille trägt, muss sich keine Sorgen machen. Dazu habe ich einen eigenen Artikel: Brille beim Fotoshooting.

Wie läuft das Vorgespräch ab?

Entweder besuche ich dich vor Ort oder wir machen einen Video-Call. Zusätzlich bekommst du von mir ein Vorbereitungsformular mit Fragen zu deiner Zielgruppe, Bildsprache und Zielen. Je genauer du antwortest, desto besser kann ich das Fotoshooting auf dich zuschneiden.

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